Leseprojekte

Absolute Entspannung versprechen dann die Fantasiereise, die freie Lesezeit oder die Vorlesestunde. Letztere findet in unregelmäßigen Abständen, häufig vor Ferienabschnitten statt. Dann wird eine Stunde lang von allen Lehrkräften in der ganzen Schule vorgelesen. Die Kinder können sich am Vortag in einem Aushang über die angebotenen Lektüren informieren. Am Vorlesetag holen sie sich ein Eintrittskärtchen zu dem von ihm gewünschten Buch. Da aber für jede Lesung nur 20 Kärtchen zur Verfügung stehen, muss man manchmal auf seinen Zweit- oder gar Drittwunsch zurückgreifen. Ergänzt wird dieses Leseangebot noch durch Lesewanderungen der einzelnen Klassen. Dabei gehen die Kinder nach Einbruch der Dunkelheit (z. T. mit Laternen und Fackeln) in von Eltern begleiteten Gruppen zu verschiedenen Lesemüttern oder –vätern aus der Klasse nach Hause. Auf ihrer Wanderung durchlaufen die Gruppen nacheinander mehrere Vorlesestationen und treffen sich danach wieder in der Schule. Dort findet dann ein gemeinsamer Abschluss statt oder es schließt sich gleich eine Lesenacht in der Schule an.

In allen Klassen unterstützen außerdem Leselernpaten2 Kinder, die Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens haben. Häufig handelt es sich dabei um Kinder mit Migrationshintergrund und/oder aus sozial schwachen Familien.

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2 Ziel des städtischen Projektes  „Leselernpatinnen und -paten“ ist es, ein Netzwerk zu knüpfen, das durch ehrenamtliches Engagement einen wichtigen Beitrag zur aktiven Sprachentwicklung von Kindern leistet und zugleich den Kontakt zwischen den Generationen fördert. Jedes Kind in Freiburg soll mit Abschluss der vierten Klasse das Lesen erlernt haben.

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