Mal Rap, mal Klassik

rap

Wie in einem richtigen Orchester so kann man auch in der Schule nicht alles zur gleichen Zeit machen. Der Reiz liegt im Wechsel und in der Vielfalt. Mal angestrengte Leistung – mal ruhige Entspannung.

In der Stillarbeit arbeiten die Kinder an Übungsaufgaben, die sie selbstständig lösen können. In der Klasse herrscht absolute Stille, oft begleitet durch eine spezielle sehr leise Musik. Im Gegensatz dazu erlaubt – ja fordert – die Freiarbeitsphase geradezu das Gespräch untereinander und/oder mit der Lehrerin. Die Jahrgangsmischung gestattet es jedem Kind seinem Leistungsniveau entsprechend zu arbeiten. Jedes Kind will lernen, will sich weiter entwickeln, ist bemüht sein Bestes zu geben. Die Lehrkraft wird zum Lernberater, besonders wenn die Kinder an ihren (Wochen)-Arbeitsplänen arbeiten. Hohe Leistungsbereitschaft zeigen die Kinder auch bei den frei gewählten Forscheraufgaben. Eine Gruppe (max. vier Kinder) wählt ein Thema aus, das sie erforschen möchte.  Dafür haben die Kinder ca. 4 Wochen Zeit. Dann müssen sie es in Form eines Vortrags präsentieren, der durch ein Plakat, ein Modell, ein Quiz u. a. noch ergänzt werden kann.

Der Unterricht wechselt zwischen freien und gelenkten Phasen. Zu den letzteren gehört auch unser Methodentraining nach Klippert. Die Schüler lernen und trainieren u.a.:

–       wie in der Gruppe zusammen gearbeitet wird und welche Aufgaben Zeitwächter, Materialwächter, Regelwächter und Leser/Schreiber haben,

–       wie man ein Plakat gestaltet,

–       wie man einen Vortrag vorbereitet und vor der Klasse hält,

–       wie man Feedback gibt und von anderen annimmt,

–       wie man eine Forscherarbeit auswählt und umsetzt

 

 

Wie in einem richtigen Orchester so kann man auch in der Schule nicht alles zur gleichen Zeit machen. Der Reiz liegt im Wechsel und in der Vielfalt. Mal angestrengte Leistung – mal ruhige Entspannung.

In der Stillarbeit arbeiten die Kinder an Übungsaufgaben, die sie selbstständig lösen können. In der Klasse herrscht absolute Stille, oft begleitet durch eine spezielle sehr leise Musik. Im Gegensatz dazu erlaubt – ja fordert – die Freiarbeitsphase geradezu das Gespräch untereinander und/oder mit der Lehrerin. Die Jahrgangsmischung gestattet es jedem Kind seinem Leistungsniveau entsprechend zu arbeiten. Jedes Kind will lernen, will sich weiter entwickeln, ist bemüht sein Bestes zu geben. Die Lehrkraft wird zum Lernberater, besonders wenn die Kinder an ihren (Wochen)-Arbeitsplänen arbeiten. Hohe Leistungsbereitschaft zeigen die Kinder auch bei den frei gewählten Forscheraufgaben. Eine Gruppe (max. vier Kinder) wählt ein Thema aus, das sie erforschen möchte.  Dafür haben die Kinder ca. 4 Wochen Zeit. Dann müssen sie es in Form eines Vortrags präsentieren, der durch ein Plakat, ein Modell, ein Quiz u. a. noch ergänzt werden kann.

Absolute Entspannung versprechen dann die Fantasiereise, die freie Lesezeit oder die Vorlesestunde. Letztere findet in unregelmäßigen Abständen, häufig vor Ferienabschnitten statt. Dann wird eine Stunde lang von allen Lehrkräften in der ganzen Schule vorgelesen. Die Kinder können sich am Vortag in einem Aushang über die angebotenen Lektüren informieren. Am Vorlesetag holen sie sich ein Eintrittskärtchen zu dem von ihm gewünschten Buch. Da aber für jede Lesung nur 20 Kärtchen zur Verfügung stehen, muss man manchmal auf seinen Zweit- oder gar Drittwunsch zurückgreifen. Unser nächster Vorlesetag findet am bundesweiten „Tag des Vorlesens“ am 13.11.09 statt. Ergänzt wird dieses Leseangebot noch durch Lesewanderungen der einzelnen Klassen. Dabei gehen die Kinder nach Einbruch der Dunkelheit (z. T. mit Laternen und Fackeln) in von Eltern begleiteten Gruppen zu verschiedenen Lesemüttern oder –vätern aus der Klasse nach Hause. Auf ihrer Wanderung durchlaufen die Gruppen nacheinander mehrere Vorlesestationen und treffen sich danach wieder in der Schule. Dort findet dann ein gemeinsamer Abschluss statt oder es schließt sich gleich eine Lesenacht in der Schule an.

In der Klassenstufe 1/2 unterstützen außerdem Leselernpaten2 Kinder, die Schwierigkeiten im Erlernen des Lesens haben. Häufig handelt es sich dabei um Kinder mit Migrationshintergrund und/oder aus sozial schwachen Familien.

Im Stundenplan verankerte Teilungsstunden für die Arbeit in Kleingruppen sowie zusätzliche klassenübergreifende Förderstunden in Deutsch, Mathematik und LRS ergänzen den „normalen“ Unterricht.

Der Unterricht wechselt zwischen freien und gelenkten Phasen. Zu den letzteren gehört auch unser Methodentraining nach Klippert. Die Schüler lernen und trainieren u.a.:

–       wie in der Gruppe zusammen gearbeitet wird und welche Aufgaben Zeitwächter, Materialwächter, Regelwächter und Leser/Schreiber haben,

–       wie man ein Plakat gestaltet,

–       wie man einen Vortrag vorbereitet und vor der Klasse hält,

–       wie man Feedback gibt und von anderen annimmt,

–       wie man eine Forscherarbeit auswählt und umsetzt

Eine Besonderheit und ein Schwerpunkt des Fächerverbundes „Mensch, Natur und Kultur“ sind unsere regelmäßig dienstags stattfindenden Projekte3 der Klassenstufe 3/4. Sie sind seit Beginn des Schuljahres 2003/04 fester Bestandteil unserer Unterrichtsarbeit.

Die SchülerInnen der Klassenstufe 3/4 durchlaufen in einem Schuljahr sechs verschiedene Projekte. Jedes Projekt erstreckt sich über einen Zeitraum von fünf Wochen. Auch hier steht nicht mehr der zu vermittelnde Lernstoff im Mittelpunkt, sondern ein erweiterter Lern- und Leistungsbegriff. Dieser beinhaltet neben der sachlich-fachlichen Kompetenz auch die personale, soziale und methodisch-strategische Kompetenz.

Ziel ist auch „das Lernen lernen“. Nachschlagen, Informationen einholen, strukturieren, organisieren, gestalten und präsentieren sind die hierbei gefragten Fähigkeiten.

Aber auch die Kreativität und der Forscherdrang der Kinder sollen angeregt und vertieft werden. Jedes Kind soll befähigt werden seine Stärken und Schwächen selbst zu erkennen. Es wird eine Balance von Instruktion durch die Lehrkraft und Konstruktion  der Lernprozesse durch die SchülerInnen selbst geschaffen. Auch Fachleute von außerhalb, beispielsweise aus der nahe gelegenen Ökostation, vom Abenteuerspielplatz oder vom Forstamt werden mit einbezogen. Die Projektthemen reichen von Künstler Hundertwasser, Methoden lernen, Handarbeit, Theaterprojekt, Singspiele, Strom, Experimente bis hin zu Erlebnispädagogik und Kooperation mit „unserem“ Waisenhaus in La Paz (Bolivien).

Bei der Gestaltung, aber auch bereits bei der Themenwahl der Projekte,  können die Lehrer ihre Interessen und Vorlieben einbringen, sodass von Beginn an eine höhere Identifikation des Lehrers mit dem Thema des Projekts gegeben ist.

Jeder Projektdienstag endet mit einer Abschlussreflexionsrunde, die von jeder Lehrkraft individuell gestaltet wird. Die SchülerInnen erhalten nach jedem Projekt eine individuelle schriftliche Rückmeldung. Diese wird in einem Einzelgespräch zwischen Lehrerin und Kind besprochen.  Aber auch die SchülerInnen “bewerten“ ihre Projektlehrerin anhand eines Rückmeldebogens.

In allen Projekten bilden die drei Inhalte einer neuen Unterrichtskultur die Grundlage.

Ø  Lernsteuerung durch Metakognition: 

  • Was möchte ich gerne erarbeiten?
  • Gibt es einen brauchbaren Plan, nach dem ich arbeiten kann?
  • Was hat mein Arbeiten gestört?
  • Wie und wodurch kann ich meine Vorgehensweise ändern oder verbessern?

Ø  Prozesssteuerung durch eine Feedbackkultur 

  • SchülerInnen untereinander
  • Vom Lehrer zu Schüler
  • Vom Schüler zu Lehrer

Ø  Methodenkultur 

Schlüsselqualifikationen im:

  • formalen Bereich:

Denken in komplexen Zusammenhängen, Problemlösungsfähigkeit, Abstraktionsfähigkeit

  • personalen Bereich:
  • Zielstrebigkeit
  • Verantwortlichkeit, Zuverlässigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Kontaktbereitschaft und Konfliktbewältigung

Ganz neu aufgenommen haben wir in diesem Schuljahr das Lernen im “Inneren Kino“: Häufig besteht schulisches Lernen darin, den Schülern Informationen in allen erdenkbaren Varianten zu präsentieren und dann darauf zu vertrauen, dass es auf irgendeinem Weg, den wir oft nicht nachvollziehen können, in den Köpfen der Schüler landet. Schwierig wird es, wenn trotz aller Bemühungen, das zu Lernende nicht in den Köpfen der Kinder ankommt.

Die Idee des „Inneren Kino“ ist simpel. Wir Lehrer ziehen uns für einen Moment aus der Rolle des „Filmvorführers“ zurück und lassen die Kinder mit Hilfe ihrer Kreativität und Vorstellungskraft ihre eigenen Bilder und Filme entwickeln.

Wörter, 1×1-Aufgaben u.v.m. werden mit viel Fantasie im Kopf visuell abgespeichert. Fakten und Zahlen erwachen plötzlich zum Leben und erleben Abenteuer. Buchstaben dürfen in Schokoladensoße geschrieben werden, „Fehler“ die sich eingeschlichen haben werden einfach auf eine Pirateninsel verbannt. Erlaubt ist alles, was Spaß macht und sich gut anfühlt. Die Idee ist es, die Kinder anhand eines geeigneten Themas des MeNuK–Unterrichts, mit Lernmethoden wie die des „Inneren Kinos“ vertraut zu machen. Vorrangiges Ziel ist dabei nicht die Aneignung von Wissen, sondern den Kindern Werkzeuge an die Hand zu geben, mit denen sie sich selbst ein Thema erschließen und einprägen können.

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2 Ziel des städtischen Projektes  „Leselernpatinnen und -paten“ ist es, ein Netzwerk zu knüpfen, das durch ehrenamtliches Engagement einen wichtigen Beitrag zur aktiven Sprachentwicklung von Kindern leistet und zugleich den Kontakt zwischen den Generationen fördert. Jedes Kind in Freiburg soll mit Abschluss der vierten Klasse das Lesen erlernt haben.

www.stadtverwaltung.freiburg.de/servlet/PB/menu/1143612_l1/index.html

veröffentlicht unter: www.toolbox-bildung.de